Planung

Die Planung und Umsetzung der Initiative findet auf drei Ebenen statt:

  • 1) Die erste Ebene ist die Ebene der kirchlichen Mitarbeitenden. Ohne Mitarbeitende und ihre Unterstützung ist es nicht möglich, die Initiative voranzutreiben. Wir haben deshalb im Jahr 2018 vor allem darauf hingearbeitet, die Mitarbeitenden von der Dringlichkeit eines Wandels zu überzeugen und dafür zu motivieren, sich Gedanken über eine Kirche mit Zukunft zu machen.
  • 2) Die zweite Ebene ist jene der Organisation. Themen wie Prozesse, Führungs- und Kommunikationskultur, Führungsspanne, Stellenbeschriebe etc. sollen hier angegangen und optimiert werden. Dies wird ein Schwerpunkt der Jahre 2020 ff und es liegt in der Natur der Sache, dass das Thema vor allem seitens Bistumsleitung angegangen werden muss.
  • 3) Die wichtigste Ebene ist zweifellos jene der kirchlichen „Angebote“. Es mag für einige etwas unbefriedigend sein, dass etwa auf der Ebene Pfarrei von „üfbrächu“ (vermeintlich) noch wenig zu spüren ist. Auch ein Grund hierfür ist der Umstand, dass wir kirchlichen Mitarbeitenden uns in den ersten Monaten in der Tat sehr stark mit uns selber beschäftigt haben (siehe Punkt 1). Dies ist jedoch die Grundvoraussetzung dafür, dass die Pfarreien sich in den Aufbruch hinein begeben.

 

Symbolbild Projektskizze von „üfbrächu“:

 

Bei allen planerischen Aspekten ist es wichtig, festzuhalten: „üfbrächu“ ist weniger eine Frage der organisatorischen Strukturierung der Oberwalliser Pfarreien oder der Überarbeitung von Pflichtenheften. „üfbrächu“ ist vielmehr etwas, das im Inneren jeder/s Einzelnen passiert, es setzt ein offenes Ohr sowie persönlichen Einsatz voraus. Ein kirchlicher Aufbruch gelingt deshalb nicht nur aufgrund förderlicher Rahmenbedingungen oder etwa der pastoralen Kompetenz des kirchlichen Personals. Aufbruch geschieht dann, wenn ich hinhöre, empfänglich bin und selber aktiv werde; damit die Saat nicht auf felsigen Grund fällt, sondern vielfach Frucht bringen kann (vgl. Mk 4,1 ff).