Meilensteine

 

Aus dem Seelsorgerat kam Ende 2016 der Impuls, die Situation der katholischen Kirche im Oberwallis als Ganzes genauer zu analysieren und etwaige Massnahmen zur Verbesserung der Gesamtsituation zu ergreifen.

Im Mai 2017 traf sich eine Gruppe kirchlicher Mitarbeiter/inner (Ehren- sowie Vollamtliche) zu einem Gedankenaustausch zum Thema. Aus diesen Personen formierte sich die Kerngruppe, zu der Pfarrer Paul Martone im Juni dazustoss.

Im September 2017 gab Bischof Jean-Marie dieser Kerngruppe den offiziellen Auftrag, das Projekt voranzutreiben. Das Projekt / die Initiative wurde «üfbrächu» getauft.

Im November 2017 fand der Seelsorgeratskongress ganz im Zeichen von Gestalten von Veränderungsprozessen statt- nicht zuletzt im Hinblick auf die Initiative «üfbrächu». Jörg Solèr, Standortleiter der Lonza in Visp, gab einen Einblick, wie das Unternehmen für sein Überleben unabdingbare Veränderungsprozesse gestaltet und steuert.

Eine Art „Kick-Off“ Veranstaltung von «üfbrächu» fand im Rahmen der diözesanen Weiterbildung im Februar 2018 statt. Das Ziel dieser drei Tage war einerseits, uns über die Dringlichkeit eines Wandels zu verständigen. Es sollte sich jede/r bewusst sein, dass es die Kirche unserer Kindheit so nicht mehr gibt bzw. sehr bald nicht mehr geben wird. Das stellt Herausforderungen an uns als kirchliche Mitarbeitende, denen wir nur dann glaubhaft gewachsen sein können, wenn wir uns nicht gegenseitig in Grabenkämpfe verstricken. Dieses Thema der Einheit und es Umgangs untereinander war der zweite Hauptaspekt der drei Tage und wurde auch im Rahmen der diözesanen Weiterbildung 2019 wieder aufgegriffen.

Am 15. Juni 2018 feierten wir den Aufbruch gemeinsam und öffentlich. Hierzu waren alle Seelsorgenden und alle Gläubigen zu einem Gottesdienst eingeladen. Zusammen mit unserem Bischof Jean-Marie Lovey wollten wir ein Zeichen setzen, dass wir bei unserem Aufbruch auf die Kraft und den Segen Gottes vertrauen. Dieser Gottesdienst fand um 19.00 Uhr in der Pfarrkirche von Brig statt. (siehe Flyer Messe vom 15. Juni 2018)

Im Herbst 2018 fanden drei Pastoraltage statt. Katechetinnen, Priester und Diakone sowie LaientheologInnen fanden sich zu je einem Tag ein, um ihre jeweilige Identität und ihren Dienst in der Kirche zu reflektieren. Ferner haben die drei Berufsgruppen mögliche Themenfelder identifiziert, bei denen sie sich Unterstützung seitens der diözesanen Initiative „üfbrächu“ erhoffen.

Anfangs März 2019 wurden im Rahmen der diözesanen Weiterbildung diese Rückmeldungen weiter bearbeitet und auf drei pastorale Themen verdichtet, welche im Rahmen der Initiative weiter prioritär bearbeitet werden sollen:

  • Der Pfarreirat (als vordergründiges Laiengremium)
  • Dialog und Beziehungsarbeit
  • Taufe (und deren Vorbereitung als Chance zur Elternbildung)

Auch im Rahmen dieser Weiterbildung wurde das Thema „üfbrächu“ als ganz persönlicher und spiritueller Prozess behandelt. Dies soll im Übrigen nicht nur für die Mitarbeitenden im kirchlichen Dienst ein Thema sein, sondern sei auch für jede/n Gläubige/n ans Herzen gelegt, dem die Zukunft der Kirche am Herzen liegt.

Am Sonntag, 19. Januar 2020 fand im Goms eine Wallfahrt zum Thema „Mit Maria üfbrächu wagen“ statt.